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KOSTEN

 

 Warum es i.d.R. gerechter ist, auf Basis von Stundenhonoraren abzurechnen:

Die Gegenleistung für die rechtliche Beratung ist das Honorar. Das anwaltliche Gebührenrecht ist streng reguliert, das Gesetz mach strenge Vorgaben. Dem Rechtsanwalt ist es grundsätzlich untersagt, seine Leistungen unangemessen niedrig oder sogar kostenlos anzubieten. In gerichtlichen Verfahren ist eine Unterschreitung der gesetzlichen Gebühren verboten.
Grundsätzlich erhält ein Rechtsanwalt Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Streitwert der Angelegenheit. Je höher der Streitwert, desto höher die Gebühren. Je nach Art der Tätigkeit erhält der Rechtsanwalt zudem mehr oder weniger Gebühren. So bringt die reinvorgerichtliche Tätigkeit weniger Gebühren als das Führen eines Rechtsstreit, bei denen der Rechtsanwalt vor Gericht persönlich erscheinen muss.

Der Streitwert lässt sich mal besser, mal schlechter bestimmen. In der Regel ist es der Geldbetrag oder der Wert der Sache, um den es dem Mandanten geht. Möchte der Mandant beispielsweise € 5.000 einfordern, liegt der Streitwert in dieser Höhe. Bei diesem Streitwert beträgt 1 Gebühr € 303,00 netto. Für die vorgerichtliche Tätigkeit erhält der Rechtsanwalt 1,3 Gebühren.  Insgesamt fielen die Gebühren folgendermaßen aus:

[outerOneHalf]1,3 Gebühren
Post- und Telekommunikationspauschale
Umsatzsteuer
_____________________________
Insgesamt[/outerOneHalf]

[outerOneHalfLast]393,90 €
20,00 €
78,46 €
______
492,54 €[/outerOneHalfLast]

 

Es gibt mehrere Nachteile bei dieser Berechnungsmethode: Oft lässt sich gar kein Streitwert bemessen, etwa wenn es um die Gestaltung von Verträgen o.ä. geht. Was schwerer wiegt: Die gesetzliche Methode ist oft ungerecht. Sie basiert auf der Annahme, dass die Gebühren mit der „Wichtigkeit“ der Angelegenheit mitwachsen; d.h. um je mehr Geld es dem Mandanten geht, umso mehr sei er bereit zu investieren bzw. umso mehr könne ihm zugemutet werden. Nicht berücksichtigt wird aber der tatsächliche Aufwand der Tätigkeit. Dabei ist Zeit die eigentliche Währung, in der Rechtsanwälte bezahlt werden. Dem RVG liegt damit der Gedanke einer Mischkalkulation zugrunde. Mandate mit hohem Zeitaufwand und geringem Streitwert sollen ausgeglichen werden durch Mandante mit hohem Streitwert und geringerem Zeitaufwand. Dies verdeutlicht die folgende Grafik:

[image url=“http://www.kanzlei-schell.de/wp-content/uploads/Gebühren-RVG11.jpg“ raw=“true“ alignment=“center“ margin_left=“0″ margin_right=“0″ margin_top=“0″ margin_bottom=“0″ width=“630″ height=“410″]

 

Dies freut den Mandanten mit einer Angelegenheit mit geringem Streitwert, weil auch er relativ kostengünstig anwaltliche Leistungen erhält. Das Nachsehen hat der Mandant mit dem hohen Streitwert. Besonders wenn der Aufwand relativ gering ist, kommen schnell Zweifel an der Gerechtigkeit der hohen Honorarforderung auf. Konkretes Beispiel: Ein einfaches Mahnschreiben für eine Forderung in Höhe von € 200.000 (z.B. im Zusammenhang mit dem Kauf eines Hauses o.ä.) würde € 2833,15 brutto an Gebühren kosten, obwohl eventuell gar keine komplizierte rechtliche Prüfung u.a. vonnöten ist.

 

Deswegen rechnen wir in der Regel auf Basis von Stundenhonoraren ab. Bei unseren Tätigkeitsschwerpunkten lässt sich ein Streitwert eh eher selten eindeutig bestimmen. Bei der Gestaltung eines Vertrags kann es dem Mandanten um eine geschäftliche Beziehung gehen, die eventuell über die Laufe der Jahre einen Wert von hunderttausenden von Euro hat; die als Gegenstandswert zugrunde zu legen wäre trotzdem verfehlt.

 

Die Abrechnung auf Basis von Stundenhonoraren hat folgende Vorteile:

[ul style=“1″]
[li]Sie zahlen nur für was auch tatsächlich geleistet wird[/li]
[li]Sie haben es in der Hand, den Aufwand durch „Mitarbeit“ zu beeinflussen und niedrig zu halten[/li]
[li]Sie können die Leistungen des Anwalts minutengenau kontrollieren[/li]
[li]Zwischenabrechnungen garantieren eine Ausgabenkontrolle[/li]
[/ul]

 

Aber auch diese Berechnungsmethode wird dem „Wert“ der anwaltlichen Leistung nicht immer gerecht. Für manche Angelegenheiten lohnt es sich für den Mandanten nicht, eine bestimmte Geldsumme zu überschreiten. Für diese Fälle bietet es sich an, eine Obergrenze oder gleich eine Pauschale zu vereinbaren. Das Beste für beide Seiten ist es, hierüber offen zu sprechen. Wir erinnern an unsere Werte: Transparenz in allem.

 

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